Die Broschüre ist Projektbericht und Methodenkoffer in einem und richtet sich an Bürgermeister:innen, Mitarbeitende der Verwaltung, Entscheidungsträger:innen in kommunalen Gremien, Fachkräfte aus Horten und Schulen, Engagierte aus Vereinen und all jene, die in ihren Kommunen einen Bürger:innenrat mit Kindern organisieren möchten.
Aus dem Modellprojekt kristallisierten sich zentrale Erfolgsfaktoren heraus:
- Klarer politischer Rückhalt ist entscheidend: Wenn Bürgermeister:innen, kommunale Gremien und Verwaltung von Anfang an eingebunden sind und sich zur ernsthaften Prüfung der Kinderempfehlungen verpflichten, entfaltet das Format seine volle Wirkung.
- Das Thema des Rates muss doppelt passen: kommunal relevant sein und gleichzeitig für Kinder greifbar.
- Die Methode macht den Unterschied: »Das, was wir hier machen, dass es harte Arbeit ist, aber trotzdem sehr viel Spaß macht«, berichtet ein Kind aus dem Bürger:innenrat mit Kindern in Moritzburg. Die Arbeit im Rat muss spielerisch und kreativ angelegt sein, zum Beispiel in Form einer Zeitreise, durch Bewegungspausen, Bastel- und Zeichenphasen, damit die Kinder mit Freude dabeibleiben.
- Vielfalt durch Los: Das Losverfahren erreicht auch Kinder, die sonst kaum an politischen Prozessen teilnehmen. So entsteht eine sozial und demografisch vielfältige Gruppe, die die lokale junge Bevölkerung realistisch widerspiegelt.
